Vorstandsmitglied Irene Heiler verstorben – Zum Tod von Irene Heiler. Ein Nachruf

Für alle unfassbar kam am 22.12.2015 die Nachricht: Irene Heiler ist verstorben, sie wurde im August 60 Jahre alt. In ihrem Leben hatte sie etliche schwere Schicksalsschläge zu überwinden.

Einige Jahre nach dem Tod ihres Mannes hatte sie wieder einen Lebensgefährten gefunden, mit dem sie glücklich war, der aber wenige Wochen vor ihrem geplanten Hochzeitstermin plötzlich und völlig unvorhersehbar verstarb.

Ihr Arbeitsplatz war bei der Firma ABB in Mannheim. Dort war sie Mitglied des Betriebsrates und in dieser Funktion setzte sie sich immer mit viel Energie und Tatkraft für die Belange ihrer Kollegen ein.

Sie konnte und wollte auch politisch tätig sein. Seit Oktober 1996 war sie Mitglied im SPD – Ortsverein Oppau, sie wurde 2004 in dessen Vorstand gewählt und übernahm die Arbeit der Schrift-führerin. Auch in der „Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen“, der Frauenorganisation der SPD, war sie viele Jahre lang Vorstandsmitglied. Auch dort arbeitete sie engagiert für die Gleichstellung der Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Mit ihr verlieren einige Oppauer Vereine eine willige und immer hilfsbereite Mitarbeiterin. Wenn ihr aber im Vereinsleben etwas nicht gefiel, konnte sie auch sehr energisch und mit Nachdruck ihre Meinung dazu äußern, das ging bis zur totalen Ablehnung.

Obwohl sie nie Tischtennis gespielt hat, hat sie sich für den 1. TTC Oppau und den Förderverein „Freunde des TTC Oppau“ sehr stark engagiert. Seit Oktober 2007 war sie Schriftführerin im Vorstand des Fördervereins „Freunde des TTC Oppau“ und seit Mai 2013 Beisitzerin im Vorstand des TTC Oppau.

Beim Karnevalverein „Obbarer Dambnudle“ war sie (mit Unterbrechung) sieben Jahre lang Mitglied. Dort hatte sie ebenfalls zwei Jahre lang als Schriftführerin fungiert.

Die Küche war ihr Metier. Sie stand bei unzähligen Vereinsveranstaltungen in der Küche, um zu organisieren, zu helfen, Geschirr und Gläser zu spülen usw. Das war beim KOD so und auch beim TTC, wo sie bei den Heimspielen der 1. Mannschaft immer Kuchen gebacken und mit verkauft hat. Bei den Grillfesten des TTC war sie an allen Tagen unermüdlich an der Essenausgabe tätig, für die ARGE und den KOD war sie fleißige Helferin bei der Seniorensitzung und beim Fasnachts-Kehraus. „Irene, du stehst ja schon wieder in der Küche“! Ihre Antwort: „Da gehöre ich hin“! Von ihr gab es nie ein ‚Nein‘, wenn sie um Hilfe gebeten wurde.

Als ich sie vor einiger Zeit fragte, ob sie nicht den vakanten Posten des Protokollführers in der ARGE übernehmen wollte sagte sie mir nach sekundenkurzer Bedenkzeit zu, trotz ihres starken Engagements bei etlichen Vereinen und Organisationen.

Sie war eine perfekte Protokollführerin. Ein bis zwei Tage nach einer Sitzung hatte man das perfekt geschriebene und zu 100% korrekte Protokoll vorliegen. Da war alles richtig und sinnvoll wiedergegeben, es fehlte nicht das Geringste.

Wir bedauern ihren plötzlichen Tod. Sie wird vielen von uns fehlen, mit ihrem Humor, ihren Ideen und Vorschlägen, ihrer Hilfsbereitschaft, ihrer Güte, ihrer Nachsicht und ihrer Kollegialität. Irene war ein Mensch mit einem ausgeprägten sozialen Engagement. Obwohl sie in ihrem Leben etliche Schicksalsschläge verkraften musste und gesundheitlich ziemlich angeschlagen war, hat sie sich aber nie unterkriegen lassen und immer wieder selbstlos für das gekämpft, was sie für richtig und wichtig hielt, ob in der Partei oder im Verein. Sie war damit ein gutes und starkes Vorbild für uns alle!

Irene war auch unserer französischen Partnergemeinde Breuil-le-Sec seit langem sehr verbunden. Auf der Webseite <oppau.info> sind Nachrufe vom Präsidenten des Partnerschaftskomitees von Breuil-le-Sec, Jean-Marc Tomczyk, und von Catherine Meier, einer französischen Freundin von Irene, hinterlegt.

Hubert V. Eisenhauer

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